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Skype im Unternehmenseinsatz

15. Mai 2010

Immehr mehr Mitarbeiter möchten gerne beruflich Skype nutzen. Für Unternehmen ohne Unified Communication Lösungen kann Skype eine sinnvolle Alternative sein. Die Nutzung von Skype birgt jedoch eine Vielzahl an Risiken, welchen sich Systemadministratoren annehmen müssen.

Es gibt die Möglichkeit die Nutzung von Skype netzwerkseitig komplett (oder nur die Supernode Funktionalität) zu unterbinden. Wenn jedoch eine kontrollierte Nutzung erlaubt sein soll, bietet sich das folgende Vorgehen an:

  1. Regelung der Skype Nutzung im Rahmen der Betriebsvereinbarung
  2. Keine Nutzung von privaten Skype-Accounts, sondern nur die Nutzung über Unternehmensaccounts
    1. Unternehmensaccounts legt man über den Skype Manager an
    2. Im Skype Manager kann man bereits einige Features für die verwalteten Accounts steuern (Credit, Subscriptions, Voicemail, Online Numbers, Call Forwarding, Skype for SIP). Leider ist hier jedoch keine Steuerung von Skype Features wie Videokonferenz, Chat, Dateitransfer, etc. möglich.
    3. Vor allem kann man aber Berichte über die Skype-Nutzung generieren. Dies ist vor allem wichtig, wenn man in einen zweiten Schritt Nutzern Credits zuordnet.
  3. Die Verteilung von Skype erfolgt über eine dafür vorgesehene MSI Datei. Damit ist Skype nur in der dafür vorgesehenen und vorkonfigurierten Variante auf den PCs verfügbar.
  4. Skype hat eine eigene Gruppenrichtlinienvorlage veröffentlicht. Mit dieser lassen sich die gewünschten Einstellungen automatisiert einstellen (Supernode deaktivieren, Dateitransfer deaktivieren, etc.). Wie dies funktioniert ist im Network Administrators Guide beschrieben.

Bei der Nutzung von Skype bleibt natürlich weiterhin die Gefahr, dass die Protokolle auch heute noch proprietär sind. Sensible Daten können durch die Firewall das Unternehmen nach außen verlassen. Hier muss man sicherlich Sicherheit und Nutzen gegeneinander abwägen. Zum Thema Data Leakage Prevention / Data Loss Prevention gibt selbstverständlich eine Vielzahl an Möglichkeiten, die auch mit Skype funktionieren würden. Diese müssen in ein Sicherheitskonzept eingebettet werden.

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